Zeitgenössische Kunst zwischen Wahrnehmung, Raum und Identität.
Sammlung HERTZ
Die Sammlung HERTZ ist eine zeitgenössische Kunstsammlung von Christoph Hertz. Sie entwickelte sich über mehr als zwanzig Jahre aus einer frühen persönlichen Auseinandersetzung mit Kunst und formte sich in einem technologisch geprägten unternehmerischen Umfeld. Kunst wird hier als bewusstes Gegenüber zu unternehmerischer Effizienz, Vergleichbarkeit und Beschleunigung verstanden.
Im Zentrum stehen zeitgenössische Positionen, deren Arbeiten Wahrnehmung herausfordern, Identität verhandeln oder gesellschaftliche Ordnungen irritieren. Viele der ausgewählten Künstlerinnen und Künstler arbeiten mit fiktionalen Bildwelten, klaren konzeptuellen Setzungen oder materiellen Transformationen. Ihre Werke eröffnen Erfahrungsräume zwischen Konstruktion und Empfindung, Realität und Imagination.
Die Sammlung folgt keiner chronologischen oder stilistischen Logik. Sie entsteht aus Konstellationen: Werke werden in Beziehung gesetzt, Spannungen zugelassen, formale wie inhaltliche Brüche bewusst akzeptiert. Bedeutung entwickelt sich nicht linear, sondern im Zusammenspiel von Arbeiten, Räumen und Betrachter:innen.
Wiederkehrende Themen sind Körper und Raum, Erinnerung und Vergänglichkeit sowie Identität und Projektion – nicht als Illustration, sondern als offene Fragestellungen. Die Arbeiten wirken durch Präsenz, Setzung und Irritation und entziehen sich eindeutigen Lesarten.
Teile der Sammlung sind regelmäßig in den Räumen der visunext Group zu erleben. Dort treten die Arbeiten in Dialog mit Architektur und Arbeitsumgebung und werden bewusst in den Alltag integriert.